Aktuelle Nachrichten

Ende einer turbulenten Wachsaison

Mit insgesamt 3091 Stunden ehrenamtlicher Arbeit fällt 2020 eigentlich sehr unterdurchschnittlich aus (2019: 4727 Stunden). Wenn man aber bedenkt, dass dieses Jahr so gut wie keine Sanitätsdienste auf Veranstaltungen geleistet wurden und die Anzahl unseres Wachpersonals am Feringasee auf ein Minimum reduziert war, so haben unsere ehrenamtlichen Helfer*innen wieder alles gegeben um den Badegästen am Feringasee trotz Pandemie bei kleinen und großen Unfällen zur Seite zu stehen. 

Noch vor Beginn des Wachbetriebes erhielten alle aktiven Mitglieder eine umfangreiche Hygieneschulung und es wurde ein Hygienekonzept ausgearbeitet. Mit bis zu 30.000 Erholungssuchenden pro Sommertag war der Andrang so hoch wie seit Jahren nicht. Viele Leute aus der Umgebung verbrachten den Sommer zu Hause. 96-mal leisteten unsere Sanitäter*innen dieses Jahr Erste Hilfe, glücklicherweise nur etwas mehr als die letzten Jahre. Eine besondere Herausforderung war die Rettung eines untergegangenen Schwimmers, den die anwesenden Rettungsschwimmer*innen sicher ans Ufer bringen und dem Landrettungsdienst übergeben konnten.

Mehr noch als an Wachtagen am Wochenende waren unsere Einsatzkräfte der Schnelleinsatzgruppe (SEG) gefordert: Insgesamt 31-mal wurden sie zu Wassernotfällen in München und im Landkreis alarmiert, so oft wie noch nie seit Gründung der SEG. Erwähnenswert ist auch der enorme Aufwand, mit der unsere Jugendleitung seit Beginn der Einschränkungen die wöchentlichen Jugendtrainings virtuell oder in kleinen Gruppen abhält und alles dafür leistet, dass unsere Jugendgruppe weiterhin bestand hat.

Mehr noch wie die letzten Jahre danken wir unseren aktiven Mitgliedern für ihren unermüdlichen Einsatz. Dieser Sommer war nicht leicht, aber gemeinsam haben wir es geschafft trotz Corona und dem enormen Andrang den Wachbetrieb aufrecht zu halten und bei jeder Alarmierung da zu sein. Es ist alles andere als selbstverständlich bei diesen schwierigen Voraussetzungen, auch im privaten Umfeld, ehrenamtlich und unentgeltlich für andere da zu sein. Vielen Dank an alle Mitglieder, die Jugend, die Eltern und an alle Unterstützer der Wasserwacht für jede Minute eures Engagements!

Ab jetzt bis zum nächsten Mai ist die Wachstation am Feringasee nicht mehr besetzt. Bei einem Notfall kommen wir trotzdem sofort und zu jeder Zeit mit unserer SEG. Diese ist das ganze Jahr über einsatzbereit.

Lebensrettung am Feringasee

Am Samstag, den 05.09.2020, gegen 16 Uhr konnte die Wachmannschaft der Wasserwacht am Feringasee durch ihr rasches Eingreifen einen Mann aus dem Wasser retten und sicher zurück an Land bringen.

Ein 49-jähriger Mann und sein Neffe wollten durch den See auf die andere Uferseite schwimmen. Doch beim Durchqueren des Sees ging der Mann aus bisher unbekannten Gründen unter, woraufhin der Neffe laut um Hilfe rief. Sofort eilten mehrere Schwimmer zur Hilfe und sicherten den Mann, der nicht mehr ansprechbar war, auf einem nahen Stand Up Paddle Board. Gleichzeitig alarmierten Badegäste am Ufer mit einer Notrufsäule die Wasserwacht. Unmittelbar nach dem Hilferuf rückten drei Rettungsschwimmer und ein Bootsführer mit dem Motorrettungsboot aus und fuhren zu dem Verunglückten. Innerhalb kürzester Zeit konnte der Patient aus dem Wasser gerettet und auf dem Boot gesichert werden. Bereits kurz nach dem Rücktransport zur Wasserwachtstation konnte der Patient dem Landrettungsdienst übergeben werden. Bei der Übergabe war der Mann wieder bei Bewusstsein und sein Zustand hatte sich etwas stabilisiert. 

Wir danken allen beteiligten Badegästen, die durch ihr vorbildhaftes Verhalten einen reibungslosen Ablauf der Rettungskette ermöglicht haben. Auch unseren Rettungsschwimmer*innen gebührt ein großes Lob, denn ohne ihren ehrenamtlichen Wachdienst am Feringasee hätte dem Verunfallten nicht so schnell geholfen werden können. Wir wünschen dem Patienten eine gute Besserung und allen anderen Badegästen noch einen schönen Ausklang der Badesaison!

Absicherung Langstrecken Schwimmen

Am Samstag, den 18.07.2020, unterstützten wir die Ortsgruppe Lohhof bei dem Langstrecken Schwimmen in der Regattastrecke Oberschleißheim. Insgesammt traten über 300 Schwimmer*innen zu dem Wettbewerb unter angepassten Hygienemaßnahmen an. Wir stellten zwei Streckenposten, die auf unseren SUPs neben den Schwimmern im Wasser waren und so schnell Hilfe leisten konnten. Für diesen Einsatzzweck sind unsere SUPs ideal, da durch die stehende Position auf dem Board ein sehr guter Überblick besteht.

Besuch der Berufsfeuerwehr München

Am Mittwoch, den 08.07.2020, waren bei uns am Feringasee die Einsatztaucher der Feuerwehr München zu Gast. Mit unserem Wasserrettungsboot und unserer Station konnten wir die Übungstauchgänge von 12 Tauchanwärtern unterstützen. Wir wünschen den Tauchern weiterhin eine erfolgreiche Ausbildung!

Verantwortungslose Schlauchbootfahrt löst Wasserwacht Einsatz aus

Am Freitag, den 26.06.2020, gegen 17:00 Uhr bemerkten die ehrenamtlichen Rettungskräfte am Feringasee eine Frau, die unter lautem Rufen und vollständig bekleidet in den See sprang, um zu einem Schlauchboot zu schwimmen. Unsere Rettungsschwimmer*innen hielten die Frau davon ab, da sich herausstellte, dass die Frau Nichtschwimmerin ist. Sie war auf der Suche nach ihren Kindern, die sie aus den Augen verloren hatte und sich laut ihrer Aussage in einem Schlauchboot befanden. Die Einsatzkräfte alarmierten die Besatzung unseres Wasserrettungsbootes, welches derzeit auf Streife war. Nach aufwändiger Suche konnte das völlig überladene Schlauchboot mit den vier Kindern, die keine Rettungswesten trugen, und einer erwachsenen Begleitperson gefunden werden. Anschließend wurden die Kinder zu der Mutter zurückgebracht.

Wir bitten alle Eltern dringen ihre Kinder nicht ohne Schwimmweste auf ein Boot/SUP zu lassen! Selbst wenn noch jemand als Aufsicht dabei ist, ist es grob fahrlässig Kinder ohne geeignete Schwimmhilfen aufs Wasser zu lassen. Schlauchboote/SUPs können schnell untergehen und ohne Rettungsweste kann dabei eine lebensbedrohliche Situation entstehen! Bitte versuchen Sie nicht selbstständig einen Rettungsversuch, sondern alarmieren uns entweder direkt an unserer Wasserrettungsstation am Feringasee, über eine Notrufsäule oder die Notrufnummer 112.  Wir nehmen jede Situation ernst und werden helfen.

SEG Übung am Mallertshofer See

Am Montagabend den 08.06.2020 führte die Schnelleinsatzgruppe (SEG) München Ost eine Einsatzübung durch. Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln übten 23 Personen aus den Ortsgruppen Feldkirchen, Riem und Unterföhring den Einsatz von Rettungsbooten, Tauchern und Drohnen. Für die erfolgreiche Durchführung eines Wasserrettungseinsatzes und die Sicherheit unserer Einsatzkräfte ist das regelmäßige Üben von Rettungssituationen sehr wichtig, denn bei einem Notfall muss jeder Handgriff sitzen.


Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für das zahlreiche Erscheinen und eine gelungene Übung!

Saisonstart 2020

Am Samstag, den 16.05.2020, sind wir in die Wachsaison 2020 gestartet. Bei Badewetter sind wir wieder wie gewohnt jedes Wochenende und an Feiertagen in unserer Wachstation am Feringasee anzutreffen. Allerdings ist durch Corona dieses Jahr einiges anders. Unsere ehrenamtlichen Helfer*innen haben ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet, um Patient*innen und sich selbst zu schützen. Die folgenden Hygienemaßnahmen gehören dazu:

• An unserer Station wurden Informationsschilder, sowie eine Funkklingel angebracht. Hier soll der Patient zuerst klingeln und wird dann von einem Helfer in Empfang genommen.

• Jeder Patient bekommt eine Mund-Nasen-Schutzmaske (soweit möglich) und muss sich die Hände desinfizieren.

• Die Helfer werden bei jedem Aufenthalt in der Station, wie auch bei jeglichem Patientenkontakt Mund-Nasen-Schutzmasken tragen.

• Während einer Streife durch das Wachgebiet werden alle Abstandsregeln eingehalten wie auch ein Mund-Nasen-Schutz getragen.

• Regelmäßige Hände- und Flächendesinfektion ist obligatorisch.

• Die Stärke der Wachmannschaft ist stark reduziert und wird einsatztaktisch nach Besucheraufkommen festgelegt.

• Mitglieder, die zur Risikogruppe zählen, sollen nicht in Patienten Kontakt kommen.

Trotz dieser Herausforderungen freut sich die Wasserwacht Unterföhring auf den Sommer und wünschen allen Besuchern und Badegästen eine schöne Zeit am und im Wasser!

Wasserwacht Quiz / Rettungsschwimmer Quiz

Die Wasserwacht Unterföhring hat ein Quiz Portal gelauncht, in welchem verschiedenen Quizze zu Themen der Wasserwacht und Wasserwachtjugend hinterlegt sind.

Unter anderem gibt es auch ein Rettungsschwimmer-Quiz mit 40 Fragen, welches einen groben Eindruck über die Prüfungsinhalte eines Rettungsschwimmerkurses vermitteln soll, und hierbei natürlich interessante Fakten lehrt.

Neben dem Rettungsschwimmerquiz gibt es auch ein gesamten Bereich für die Jugend. Hier finden sich Quizze zu den Themen Verhalten in der Öffentlichkeit, Erste-Hilfe, Rettungsschwimmen und vielem mehr!

Das Quizportal ist erreichbar per Web:

Zum Quizportal
Zur Wasserwacht-Quiz-App (Android)

Jugendwettbewerb

Am Samstag, den 15.02.2020, fand der erste Regio-Wettbewerb zwischen den BRK Kreiswasserwachten Ebersberg und München statt. 15 Mannschaften traten gegeneinander in den Disziplinen Schwimmerisches Können, Rot-Kreuz und Wasserwacht Grundwissen und Anwenden in Erste-Hilfe an. Aus Unterföhring waren zwei Teams der Stufe 2 und 3 mit insgesamt sieben Kindern dabei.

Im Hallenbad in Kirchseeon maßen sich die Kinder im Schwimmen mit verschiedenen Rettungstechniken, Tauchen und im Staffel-schwimmen. Theorie und Erste-Hilfe-Praxis wurde parallel dazu im BRK Kreisverband Ebersberg in verschiedene Spiel- und Fachwissensstationen abgefragt. Dazu kamen Wasserrettungs-hunde aus Augsburg, sowie auch die BRK Rettungshundestaffel aus München. Diese zwei Stationen waren hierbei das große Highlight für die Kids. Sie konnten hautnah mit den Hunden Kontakt aufnehmen. Hierbei zeigten beide Hundestaffeln verschiedene Trainingseinheiten der Suchhunde und standen für alle Fragen zu Verfügung.

Beim Erste-Hilfe Fallbeispiel wurde ein Fahrradunfall mit bis zu drei Verletzten Personen simuliert. Vom offenen Knochenbruch, über eine Kopfplatzwunde, bis zum Schock wurden unterschiedlichste Szenarien dargestellt. Die Kinder müssen hierbei ihr Team, bestehend aus vier bis sechs Personen, aufteilen, um alle Verletzten entsprechend zu versorgen.

Unsere Teams belegte den 2. (Stufe 2) und 3. (Stufe 3) Platz. Herzlichen Glückwunsch! Die Kinder und auch die vielen Helfer hatten viel Spaß all diese Herausforderungen zu meistern und gemeinsam zu zeigen, wie ein fairerer Wettbewerb den Zusammenhalt steigern kann. Auch ein ganz großes Dankeschön an alle Helfer, Betreuer und unsere Jugendleitung!